Von Hühnern, Schweinen und Eseln – Das Tierpraktikum der Jugendlichen in der 7/8

Im 7./8. Jahrgang haben die Jugendlichen seit diesem Schuljahr die Möglichkeit mit und von Tieren zu lernen. Wir nennen es Tierpraktikum. Die Esel, Hühner und Schweine befinden sich an verschiedenen Standorten rund um unsere Jugendschule am Schlänitzsee. Unterstützt werden wir dabei vom Biohof Werder, vom 1.Potsdamer Sauenhain und der BauerEI in Grube.
An zwei Tagen in der Woche, jeweils sechs Wochen lang, hilft eine Gruppe von etwa 14 SchülerInnen, aufgeteilt in drei Kleingruppen, beim Betreuen der Tiere. Dabei heißt es, sich auf die Besonderheiten der jeweiligen Tierart einzustellen und offen zu sein für neue, ungewohnte Herausforderungen.

Die Hühner werden in umgebauten Bauwagen gehalten, diese müssen regelmäßig ausgemistet werden, die gelegten Eier werden ganz vorsichtig eingesammelt, Wasser und Futter bereitgestellt. Die SchülerInnen müssen hier sehr verantwortungsvoll arbeiten, da sie zeitweise auf sich allein gestellt sind. Das setzt vertrauensvolle Begleitung von Seiten der Betreuer des Biohofes Werder und uns LehrerInnen voraus.

Schweine können sehr temperamentvoll sein und da muss man sich durchsetzen können und Grenzen aufzeigen. Das lernen die Jugendlichen beim Betreuen dieser Tiere. Sie übernehmen Verantwortung für die Versorgung der Tiere mit Futter und Wasser, säubern die Ställe und betreuen die Ferkel. Sehr wichtige Hygienevorschriften werden von den SchülerInnen sehr ernst genommen, nahe gebracht durch die Betreuer des 1. Potsdamer Sauenhains.

Esel sind stur, so sagt man. Das haben unsere Jugendlichen auch erfahren, aber auch gelernt, sich den Tieren gegenüber energisch zu verhalten und sie liebevoll zu versorgen. Nach Huf – und Fellpflege, Stallreinigung, Fütterung der Esel in der BauerEi Grube heißt es – hinaus an den Schlänitzsee. Dort sieht man etwas später die kleine Gruppe mit der Egge über das Feld ziehen. Das Führen der Tiere findet hier praktische Anwendung und Französischkenntnisse können aufgefrischt werden, denn die Kommandos werden in dieser Sprache gegeben.

Die Jugendlichen wachsen mit ihren Aufgaben und gefestigte neue Teams entstehen. Es gibt Gelegenheiten, die Tiere zu beobachten und ihre Anatomie genauer zu studieren. Theoretische Aufgaben werden mit der Praxis verknüpft. Fragen, die während der Arbeit mit den Tieren aufkommen, bearbeiten wir mit Hilfe unserer Experten der Jugendschule am Schlänitzsee. Die Jugendlichen geben ihre Erfahrungen an die folgenden Gruppen weiter, an einem Tag findet eine Übergabe mit Erfahrungsbericht und wertvollen Hinweisen an die nächsten Tierpraktikanten statt.

Diese Zusammenarbeit von Schule und Experten ist sehr bereichernd und erweitert den Horizont auf beiden Seiten, eine schöne neue Erfahrung.

Ilonka Halász

Tierpraktikum
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