Alles nimmt seinen Anfang bei der Planung des Feldes und der Bestellung des Saatgutes. Wir haben in diesem Jahr Sommergetreide angebaut.

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Möchte man Sommergetreide anbauen, setzt man die Getreidekörner Mitte März in ein gut vorbereitetes Feld in gleichmäßigen Reihen in die Erde. Dann muss man warten, bis die Körner anfangen zu keimen. Während des Wachstums muss das Feld von Unkraut befreit werden, da sonst das Getreide nicht richtig wachsen kann und Unkraut das Getreide überwuchern würde. Anfangs kann noch mit der Egge gearbeitet werden, anschließend mit Rollhacken und Schuffeln.


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Das beansprucht viel Zeit. Wenn die Ähren gereift sind, können sie nach ca. vier bis fünf Monaten, meist im August, geerntet werden. Bevor das Getreide reif zur Ernte ist, verfärbt es sich von grün zu gelb/gold. Wir haben das Getreide mit der Hand geerntet. Dabei zieht man das Getreide an den Wurzeln aus der Erde und bindet es anschließend zu Garben zusammen und kann das Getreide in Feldmieten weiter trocknen lassen.


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Anschließend muss das Getreide gedroschen werden. Früher hat man das Getreide mit Dreschflegeln gedroschen, heute gibt es Dreschmaschinen bzw. Mähdrescher, die diese Arbeit übernehmen.


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Während des Dreschvorgangs lösen sich die Körner aus der Ähre und das Getreide wird vorgereinigt. „Hier trennt sich die Spreu vom Weizen.“ Damit das Getreide für die Mühle richtig rein ist, muss es noch weiter gereinigt und von Schmutz befreit werden. Hierfür haben wir eine Windfege verwendet. Durch Wind werden die letzten Verunreinigungen vom Getreide getrennt.


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Jetzt ist das Getreide für die Mühle fertig.

In der historischen Mühle von Sanssouci wurde unser angebautes Getreide mit Hilfe von Windkraft gemahlen. Zwischen zwei großen Mühlsteinen werden die Getreidekörner in mehreren Durchgängen zermahlen und damit zu Mehl verarbeitet.


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Zum Schluss wird das Mehl in große Säcke gefüllt und zum Bäcker bzw. zur Schule gebracht. Nun fehlt nur noch die Verarbeitung des Mehls. Das Mehl wird mit Wasser, Hefe und Salz zu einem Teig geknetet und nach dem Gehen zu Broten geformt und gebacken.


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Unsere Brote wurden in diesem Jahr am 12.5.2016 erstmals in der Schule gebacken und werden jetzt regelmäßig, einmal pro Woche, am Markt vor der Schule verkauft. So wird aus vielen mühevollen Schritten am Ende ein köstliches und sehr wertvolles Brot.

Sebastian Linnardi

Vom Korn zum Brot
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